Kontaktlinsen bei trockenen Augen

Kontaktlinsen für trockene Augen sind aus besonderen Materialien, insbesondere der natürliche Feuchtigkeitsspender Hyaluron unterstützt beim Tragen den Tränenfilm, was den Tragekomfort für trockene Augen signifikant erhöht. Kontaktlinsen schwimmen auf dem Tränenfilm, der sich über der Hornhaut bildet, und passen sich dadurch den Augenbewegungen an. Bei Personen, die von Natur aus trockene Augen haben, wird diese Funktion erschwert. Aber auch längeres Tragen von Kontaktlinsen ruft unter Umständen trockene Augen hervor, dann benötigen die Träger spezielle Linsen.
Ursachen für trockene Augen
Die Ursachen für trockene Augen sind vielfältig, neben Umweltbedingungen kommen auch Diabetes, Rheuma, Schilddrüsenerkrankungen und einige Arzneimittel infrage (Betablocker, Antihistaminika, Hormonpräparate, auch Antidepressiva). Aus der Umwelt können neben Staub und trockener Luft auch hohe Ozon- oder UV-Werte trockene Augen verursachen. Nach Augenoperationen ist die Tränenproduktion bisweilen nicht mehr völlig intakt, emotionale Ereignisse verursachen natürlich auch eine stärkere oder geringere Tränenproduktion. Die Symptome sind brennende Augen, das Gefühl eines Fremdkörpers auf der Hornhaut, Sehstörungen, Juckreiz und auch Lichtscheu. Der Tränenfilm der Augen ist gestört, der aus drei Schichten in einem fein ausbalancierten Gleichgewicht besteht. Innen liegt eine Schleimschicht direkt auf der Hornhaut, eine wässrige Phase in der Mitte sorgt für die eigentliche Feuchtigkeit, und eine äußere Fettschicht verhindert das allzu schnelle Ablaufen der Tränen.
Ermittlung der richtigen Kontaktlinsen
Augenärzte unterscheiden bei trockenen Augen verschiedene Stadien, nach denen die Kontaktlinsen letztlich angepasst werden. Im 1. Stadium bei nur gelegentlicher, leichter Trockenheit können sogar die bisherigen Linsen weitergetragen werden, wenn auch nicht durchgehend. Im 2. und 3. Stadium mehr oder minder starker Trockenheit werden spezielle Kontaktlinsen benötigt, und in einem 4., sehr trockenen Stadium wird davon abgeraten. Es geht also darum, die optimalen Linsen für Stadium 2 und 3 zu ermitteln.
Lösungsansätze der Hersteller
Eine Variante ist das Nachbenetzen der Augen mit künstlichen Tränen. Hier gibt es zum Beispiel Protagent SE als wässrige Lösung oder auch gelartige, hochvisköse Präparate wie Thilo Agent SE, die länger halten und einen Heilungsprozess bei beschädigter Hornhaut unterstützen können. Die verwendeten Mittel sollen frei von Konservierungsstoffen sein, diese können das Auge zusätzlich reizen. Auch Linsen Fluor-Silikon-Hydrogel gibt es, sie lassen neben der Befeuchtung des Auges auch wesentlich mehr Sauerstoff durch (bis zum fünffachen Wert üblicher weicher Linsen), was ebenfalls den natürlichen Tränenfluss unterstützt. Die Produkte heißen zum Beispiel O2Optix oder Optolens SH.
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